Samstag, 2. März 2013

TOP ONE


Heutiges Top One Erlebnis:
SONNENSTICH!
Ich halte ja nicht viel von Dachlawinen oder Auffahrunfällen und ich frage mich, was es bedeutet morgens aufzuwachen und neben mir liegt statt der Frau von gestern eine Notiz mit den Worten: „War schön, dein Ralf!“, dazu eine Telefonnummer und die Skizze einer Zucchini.
Die Welt steckt voller Rätsel, wobei ich eines, nämlich das Rätsel der Selbsterhaltung gelöst habe, seit dem ich ehrenamtlich für mich selbst arbeite: Ich wasche und füttere mich, manchmal gehe ich mit mir spazieren oder spiele mir auf der Blockflöte die Bundeshymne vor.
Ich halte ja auch nicht viel von Beinbrüchen oder Frühgeburten, auch wenn ich eingestehe: Besser früh als gar nicht.
Das Rätsel der Geburt ist wahrscheinlich das Größte. Jemand sprach einmal von der Gebürtlichkeit als letztes Gegengewicht zur Sterblichkeit, als Möglichkeit aus einem Vorraum in den Raum zu treten und dann durch diesen Raum zu schreiten um zu sterben. Das nennt man dann Leben, wo man dann diesen und jenen trifft, wie zum Beispiel gestern, als ein Mann auf mich zukam, auf den vereisten Boden zeigte und sagte: „Achtung, rutschige Gefahr!“. Man trifft aber auch andere. Fahrscheinkontrolleure und zu gedröhnte israelische Touristen, die nach 3 jährigen Wehrpflicht ein kleines indisches Dorf am Golf von Bengalen mit vollem Recht auseinander nehmen. Das war zu Weihnachten 2001. Danach kamen der Euro, das Komatrinken und der Rettungsschirm. Zumindest bei uns. Woanders regnet es vermutlich wirklich.
Ich halte nichts von Luftballonaufblasen oder afrikanischen Langzeitdiktatoren, obwohl die Kombination im Rahmen einer Kinderparty und einigen Scheinerschießungen wiederum nennenswert wäre.
Ich halte nichts von Schlüssellöchern oder sogenannten Geschäftslokalen, in denen ich zum Preis von einem zwei bekomme, ich halte nichts von Rechtsabbiegern oder Umlaufbahnen, von Lichtschranken oder Strampelanzügen und am wenigsten halte ich von Sonnenstichen.
Heutiges Top Two Erlebnis:
ENDE