Samstag, 13. Juni 2015

gedicht


1
Ich liebe den Sommer, er ist so verschlafen.
Ich liebe den Winter, er ist so verträumt.
Ich liebe den Frühling, er ist so wach.
Ich liebe den Herbst, er ist das Ende.

Donnerstag, 11. Juni 2015

pro knapp ein kurz


Würde man diese Stadt und dieses Land richtig organisieren wollen, dann gäbe es pro Parkplatz einen Parkwächter, pro Fahrgast einen Kontrolleur, pro Grashalm einen Stadtgartenmitarbeiter, pro Fahrrad einen Ständer, pro Lokal ein Marktamt, pro Kranken eine Universitätsklinik, pro Alten ein Heim, pro Ausländer einen Feind, pro Asylanten ein Zweimannzelt, pro Keller eine ganze Familie, pro Gipfel einen Gesamtweltcupsieger, pro Gemeinde einen Faymann samt Quietschpuppe, pro Bauern vierzehn Subventionen, pro Hit einen Ler, pro Kugel einen Mozart, pro Cordoba einen Krankl, pro Villach einen Fasching, pro Theater einen A. Haider, pro Koalition eine Demonstration, pro Neutralität einen Zivildiener, pro Reduten einen Brand, pro Klimt einen Vergessenen, pro Lieb einen Haber, pro Rapid eine Austria, pro Brief eine Post, pro Wirtschaftstreibenden ein vereintes Deutschland, pro Wunsch ein Weihnachten, pro Eck eine Aida, pro Sims ein Bundesdenkmalamt, pro Ampel eine Grüne, pro Mensch eine Menschin, pro ich ein du, pro wir ein ihr und pro Anfang eine Ende.

Montag, 1. Juni 2015

BESTSELLER


Long Time, no write und das hat einen Grund:
Neben meinem Blog (nach einer langwierigen Vorstandssitzung darf ich ihn noch immer „MEIN BLOG “ nennen) schreibe ich nämlich an zwei neuen Büchern.
Beim ersten handelt es sich um ein Selbsthilfebuch mit dem Namen: „Endlich Raucher!“
Mit kleinen, simplen und verständlichen Schritten wird der interessierte und verzweifelte Leser an das Thema herangeführt. Sie oder er soll von Beginn an ihr oder sein Nichtrauchverhalten dokumentieren, Situationen in Übersichtstabellen eintragen, in denen das Verlangen nach keiner Zigarette besonders stark und beinahe unüberwindbar scheint. (Warten auf die Straßenbahn, im Kaffeehaus, in Drucksituationen, nach dem Essen, nach dem Sex, usw.)
Nach dieser Einführung in die gefährlichen Grundmuster des Nichtrauchens soll der beginnende Raucher lernen, genau in jenen dokumentierten Situationen langsame, aber tiefe Züge zu machen. Im Notfall soll eine Vertrauensperson erinnern oder sogar drohen.
Auch dürfen Anwesende auf jeden Fall von dem neu Erlernten profitieren, und so soll der Rauch durch kurzes, kräftiges Pusten unbedingt in deren Richtung geblasen werden. Vorsicht an ungeschützten, windanfälligen Orten. Bitte so schnell wie möglich einen geschlossen Raum aufsuchen.
Nach einigen Monaten, in denen der angehende Süchtige das Alltagsrauchen perfektioniert haben sollte, gehe ich zu vertiefenden Kapiteln über, wie zum Beispiel:
-Kettenrauchen in Anwesenheit von Kleinkindern in geschlossen Autos
-wie bringe ich einen Airbus zur Notlandung
-schnelle und sichere Zimmerbrände.
Der Verlag ist jetzt schon begeistert und harrt nach Fortsetzungen. Folgende Vorschläge habe ich unterbreitet:
„Endlich drogensüchtig“
„Endlich alkoholabhängig“
„Endlich Soziopath“
„Endlich Pleite“
„Endlich nie mehr Sex“
und
„Endlich tot“
Erscheinungsdaten sind von jetzt ab chronologisch jedes Jahr kurz vor Weihnachten.
Bei meinem zweiten Großprojekt handelt es sich schlicht und ergreifend um einen Bestseller.

Donnerstag, 28. Mai 2015

DER VORSTAND HAT ENTSCHIEDEN


Der Vorstand hat entschieden dem Unternehmen „just dont it“ eine strenge Linie zu geben und veranlasst, dass sich die Inhalte für eine bestimmte Zeit einem einzigen Thema widmen sollen.
Ich bin machtlos, muss mich der Mehrheit beugen und habe also heute morgen per Rohrpost erfahren, dass sich das erste Thema im weitesten Sinne um Veranstaltungen aller Art drehen wird. An sich bin ich ein unbeugsamer Gegner jeder Veranstaltung, ob Life- oder Fußball, ob Erntedankfest oder GTI-Treffen. Dennoch habe ich mich herabgelassen, um über einen der unnötigsten österreichischen Events überhaupt zu schreiben:
Seit übermorgen trainiere ich täglich für den nächstjährigen Vienna City Marathon und die Buchmacher handeln mich jetzt schon gemeinsam mit Haile Gebrselassie als Mitfavorit in den Teilabschnitten Stubentor bis Gartenbaukino und Anfang Burgtheater bis Ende Burgtheater. Das trifft sich gut, da ich ohnehin geplant habe, direkt vor dem Burgtheater und seinem Ensemble eine hysterisch dramatische Ohnmacht hinzulegen, um auf die brutale Ausbeutung der ordinären Gänseblume hinzuweisen und hinterher zwecks medialer Maximalwirkung vom ÖAMTC Hubschrauber in Richtung Ziel abtransportiert zu werden, wo ich dann von Heinz und Margot Fischer abwechselnd in die Arme genommen und liebkost werde. Immerhin bin ich der erste österreichische Profisportler, der nicht von Raiffeisen, NÖM Mix oder Radatz Extrawurst gefördert und für das gleichzeitige Tragen von 13 verschiedenen Kopfbedeckungen bezahlt wird.
Denn natürlich werde ich von diesem Blog gesponsert und trage -für alle, die mich nicht kennen, mich aber trotzdem erkennen wollen- ein T-Shirt, eine Kappe und gelbe Weglaufschuhe mit dem Aufdruck „just dont it“.
Das ist vertraglich festgelegt, so wie überhaupt jeder meiner zukünftigen Bewegungen im Sinne des Marketings mit der Zielgruppe abgestimmt werden sollen. Ich bin ein Sklave meiner eigenen Idee geworden.
Hinterher gibt es am öffentlichen WC des Grauen Haus eine eigene Siegerehrung für Schummler, die darüber hinaus gedopt sind.

Nächste Veranstaltung:
Der Wiener Galerierundgang.

Mittwoch, 27. Mai 2015

VORSTANDSSITZUNG


Wer gedacht hat, dass ich diesen Laden alleine schupfe, hat gefehlt. Abgesehen von den zwei anderen Vorstandsmitgliedern, Anna S. und Florian L. (siehe Bild) beschäftigt der Blog dreizehn Kellner, einundzwanzig Portiere, zwei Leuchtturmwärter wegen der nahendenden Kreuzschiffe, fünf Ghostwriter, sieben Lebensgefährten, drei Parallelidentitäten zwecks Schuldzuweisung, vierzehn Sekretärinnen und eine Feinkostabteilungsangestellten. Die aber nur Teilzeit, da der Wal-Mart ja eh um die Ecke.
Vor einigen Wochen wurde der Blog gekauft und ist nun ein Sub-teil-tochterunternehmen des Team Stronach mit Sitz in einem Baumstumpf in der Nähe einer kanadischen Reifenverbrennungsanlage.
Zwei Vorstandsmitglieder (siehe Bild) wurden mir in die Chefetage (siehe Bildhintergrund) gesetzt und von einem der Kellner (siehe nicht) übertölpelt und in einem Schnappschuss (siehe) festgehalten.
Ab nun weht nicht nur für alle treuen Leser ein anderer Wind, sondern auch für alle Nichtleser, die mit Mitteln der modernen Marktwirtschaft, wie Lakritze und Freibier bis zur ungehaltenen Aggression und roher Gewalt an Land gezogen werden sollen.
Folgende Beschlüsse wurden in der ersten Vorstandssitzung gefasst:
1.        bis auf die Meisten sind alle Menschen anders
2.        15 Minuten Mittagspause am Abend
3.        bei intensivem Betteln, vielleicht Gehalt
4.        ab heute ist das Wetter schön
5.        es gibt nur einen Blog
6.        wer was dawider hat, der wird zertrampelt (aus: die letzten Tage der Menschheit)
7.       da wir hier Vertrauen groß schreiben, bitten wir jeden Mitarbeiter es selbst zu übernehmen, während der Arbeit die Pistole auf sich zu richten
Gezeichnet: Anna S., Florian L., Philipp T.
Phillipp Trauns Literatur setzt sich aus aus Wiederholungen um genau zu sein. Es ist ein sich Hineinsteigern ausmacht, dachte ich, als las. Auf und ab, mal jenes, mal dieses, unter anderem, diesen Roman, der »künstlerischen« handelt,  ich zu rezensieren Literaturpreisen gesagt. Funktioniert, vom Frühwerk und von einigen Miniaturen auf Tausenden von Seiten;  (zumeist ein Schriftsteller, der dem Autor) sich verliert. Auf Tausenden von Seiten Protagonisten, die (»naturgemäß« hinzufügen) sind: von  Deutsch im Wiener Kaffeehaus, die Österreicher an sich recht vulgär.

Dienstag, 26. Mai 2015

PHILIPP AUF MITTAGSPAUSE


Geht es um Ferien oder Urlaub verwandle ich mich augenblickliche wieder in den Philipp meiner späten Schulzeit. Schon Anfang Juni beginne ich die Dinge schleifen zu lassen und schwänze konsequent ab Donnerstag jede Verpflichtung. Komme ich ohne Vorbereitung, ohne Unterlagen und schlüssigerweise verspätet zu einem Termin, murmle ich: „tschuigung, verschlafen!“, zeige alle fünf Minuten auf und sage: „muss aufs Klo“, um dann irgendwo heimlich Eine zu rauchen und irgendjemanden zu verprügeln, der schwächer aussieht als ich.
Überhaupt habe ich seit meiner Matura das Gefühl, dass ich bis zu diesem Tag erfolgreich und unertappt der Schule fern geblieben bin. Nicht mal meine Eltern haben einen Schimmer. Wie auch? Seit Anbeginn meiner Erinnerung fälschen meine Familienmitglieder und ich, bis hinauf zu den Großeltern untereinander die Unterschriften, um uns möglichst abgesichert aus der Affäre zu ziehen. Nur an Sprechtagen kommen wir alle zusammen, fallen empört aus allen Wolken und schicken uns gegenseitig auf Lerncamps in die Steiermark.
Vor circa 20 Jahren hatte ich einen Art Ferienjob bei einem Monatsmagazin. Nach einer Woche hatte ich die Nase voll, sagte, dass ich auf Mittagspause gehen würde und kam nie mehr wieder. Noch immer bin ich in aller Munde.
Fragt dort der eine Journalist, wo denn Philipp sei, antwortet der andere Journalist: „der ist auf Mittagspause!“
Ich bin also nicht nur bis heute erfolgreich der Schule ferngeblieben, ich bin zusätzlich auch noch auf Mittagspause und verabschiede ich mich bei Menschen, dann ausschließlich mit: „wir sehen uns im September!“
Und sollte es bis September in meinem Leben zu irgendwelchen schwerwiegenden Komplikationen kommen, dann verwandle ich mich überhaupt gleich in den Philipp aus meiner Kindergartenzeit, weise jede Verantwortung von mir, zieh mich in die Bastelecke zurück und mach in die Hose.
Meine Frau ist sehr stolz auf mich.

Montag, 25. Mai 2015

QUALITÄTSSICHERUNGSZWECKE


Für „Qualitätssicherungszwecke“ tu ich beinahe alles.
Zum Beispiel stundenlang, ekstatisch um mein Handy tanzen und warten bis am anderen Ende der Leitung jemand abhebt, der sowieso schon genau weiß, wer ich bin, was ich will und wie man mir am besten ohnehin nicht weiterhelfen kann.
Trotz Nachfrage und Insistieren hat dieser Jemand nämlich weder einen Vorgesetzten, noch hat er Einfluss auf irgendetwas, denn die wirklich wichtigen Entscheidungen übernimmt DAS SYSTEM, und das hat schon veranlasst, meinen Internetanschluss für immer zu sperren und darüberhinaus den Geschirrspüler auszubauen.
„Natürlich können Sie in unseren einzigen Shop im 43. Wiener Gemeindebezirk gehen und dort die Rechnung bar bezahlen. Dann bleibt ihnen immerhin der Geschirrspüler.“
Ich liebe das Wort „Qualitätssicherungszwecke“, und fällt es, würde ich mich auf Anweisung und um meine Anschlüsse zu retten sogar triumphierend die Reichsbrücke runterstürzen.
Ich würde nicht nur beinahe alles, ich würde alles tun, um die großen Internet- und Telefonanbieterfirmen dabei zu unterstützen, für einen mir unbekannten Zweck, eine mir noch unbekanntere Qualität zu sicher.
Ich bin mir sicher, dass Namen wie Heinrich Ausweich oder Liselotte Dummstell, mit denen sich die Menschen am anderen Ende der Leitung melden, schlicht erfunden sind, um zu verhindern, dass sie jenseits telefonischen Sicherheitsabstands und zwecks emotionaler Qualitätssicherung eingefangen und solange gefoltert werden, bis sie den Namen ihres Vorgesetzten preisgeben.
Der hieße dann Robert Weiterleit, würde sich höflich für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen und uns grußlos mit dem Servicecenter verbinden.

Geheimtipp Figlmüller (Achtung Ironie)


In einer Welt der hysterischen Verbindlichkeiten frage ich mich schon, ob ich ein Xenophob wäre, würde ich zu Ausländern besonders freundlich sein, oder ein Chauvinist, wäre ich speziell zuvorkommend gegenüber Frauen? Die Frage stellt sich mir auch bei Behinderte, Juden, siamesischen Zwillingen, Albinos, Homosexuellen, Austrianern und Zigeunern, wobei sich bei Letzteren zusätzlich noch das Problem ergeben würden, unter welche Vertretung der politischen Unkorrektheit ich fallen würde, wäre ich zu Romas freundlicher als zu Sintis.
Um all das zu Umgehen bin ich schlicht und ergreifend zu jedem menschlichen Wesen, ob über das Goldene Kreuz oder den Stacheldraht in unsre Welt getreten, gleich beschissen.
Das fällt mir leicht und ist gerecht.
Ich erinnere mich an die Zeiten, in denen ich beim Taxifunk anrufen und ein Inländer-, Rauchertaxi bestellen konnte, um dann auf dem Weg von der Oper zum Naschmarkt und zurück rauchend und bei geschlossenen Fenstern über den sogenannten Immigranten herzuziehen.
Diese Zeiten sind vorbei, und mittlerweile kann ich guten Gewissens bei geöffneten Fenstern mit Türken oder Ägyptern über Inländer lästern. Anzumerken ist diesbezüglich, dass Inländer bei Ausländern um einiges beliebter sind, als Ausländer bei Inländern.
Vor einigen Tagen war ich Zeuge eines exemplarischen Schauspiels österreichischer Schizophrenie:
In der Nähe des Michaelerplatzes kam es zu folgender Szene:
Eine Fiakerin lenkte ihre Kutsche samt vier deutscher Touristen über die Herrengasse, als zwei schlicht gekleidete rumänische Bettler vor die Pferde sprangen. Infolgedessen kames  zu einigen unschönen Worten zwischen der Kutschenführerin und den Almosenantragstellern, und die Szene endete damit, dass die Fiakerin die zwei mit den Worten bedachte: „Ausländer raus aus Österreich!“
Die Touristen fotografierten weiter, wandten sich dann an die Frau und fragten in einem bellenden norddeutschen Akzent: „wo kann man hier denn so Essen gehen?“
Die Frau antwortete grinsend: „Geheimtipp: Figlmüller!“

Sonntag, 24. Mai 2015

SONNTAG


wegen Einfallslosigkeit geschlossen.
(zzzzzzzzzzz)

Samstag, 23. Mai 2015

Für Anna S.


Ich bin ja ein großer Fan dieser Fernsehshows, in denen ganze Länder auf der Suche nach irgendwelchen Superstars sind.
Was wie eine hysterische Celebrity Variante des einstigen Erfolgsformats Aktenzeichen X/Y klingt, ist –für alle, die keinen Schimmer haben- in Wahrheit das solange Aussieben von übermotivierten Kindern und unterbelichteten Erwachsenen unter Teilchenbeschleunigerbedingungen, bis am Ende ein Häufchen Elend namens Sieger überbeleibt, das gerade noch „Oh Gott“ und „Weltfrieden“ murmeln kann, bevor es samt Privatsenderlogo auf der Stirn von der Bühne Richtung Dschungelcamp verschifft wird.
Das ist natürlich schwer verallgemeinert und leicht ironisch, birgt aber insofern eine Wahrheit, dass die Teilnehmer andernfalls das Niveau ihrer eigenen Jury und ihres Publikums sprengen würden.
Wäre ich Intendant eines Fernsehsenders, würde ich die Idee dieses alle Beteiligten umfassenden Erniedrigungsspektakels auf die nächste Ebene schmettern und eine Show in die Welt setzen, die auf der Suche nach dem normalsten Menschen eines Landes wäre und den Namen „Extra Medium“ tragen würde.
Der Witz daran wäre, dass jeder im Handumdrehen aus der Show fliegt, der nur den kleinsten Muckser in Richtung Andersartigkeit macht. Wörter wie „ich“, „Zukunft“ und „wollen“ sind verboten und alle Beteiligten tragen den gleichen, grauen Overall mit der Aufschrift „normal, aber dennoch nicht allein“.
Und nun zu Anna S., der dieser Post gewidmet ist, deren Beitrag zu diesem Text es war, dass ich sie sehr mag und mich trotz ihrer Abwesenheit gerade zwingt, diese wahren Worte an sie zu sprechen.
Ich habe keine Ahnung wo sie ist, vermute aber, dass sie entweder ihr Borderline Auto zwischen der alten Nutte Wien und der jüngeren Nutte Gallbrunn spazieren fährt, oder zu Hause, vor ihrer eigenen Katze sicher versteckt, die Beine hochgelagert an das Leben denkt. An dieses unberechenbare, großartige, warme, unerklärliche und wunderbare Leben.
I salute you!

meine 4. wahre Geschichte


Mittlerweile hat mein Blog circa 300 Seitenaufrufe täglich.
280 dieser Aufrufe erledige ich selbst, in dem ich den ganzen Tag lang, auf der Flucht vor meiner IP-Adresse die Wiener Außenbezirke abfahre, um in den letzten Internetcafés Mittlereuropas zwischen Pensionisten und Ex-Häftlingen per Klick mein Ego hochzuschrauben.
10 Seitenaufrufe kommen von überbezahlten Vertragsbediensteten der NSA, die aus ihren Kellerbüros in Fort Meade, Maryland sogenannte Schlüsselwörter, die ein ausgeklügeltes Filtersystem zuvor aus dem Netz gefischt hat, kategorisieren und je nach Gefahrenrelevanz an die Außenstellen in der Lugner City gleich neben dem 1 € Shop weiterleiten.
Ich habe mich ohnehin schon von jeher gewundert, warum dort immer wieder dunkel gekleidete Männer an Ecken oder Säulen lehnen, die Umgebung im Auge behalten und bei Bedarf, Vorbeigehende mit „wos is oida?“ verscheuchen.
Diese Männer sind in Wahrheit die Sperrspitze des Österreichischen Verfassungsschutzes, die Hüter des nationalen Friedens und der Freiheit.
Gehe ich an diesen Männern vorbei, bedanke und verbeuge ich mich still.
„Wos is oida?“
Wissend und ehrfürchtig schleiche ich weiter und gehe sicher, dass ich bald außer Sicht- und Armreichweite bin.
Bitte diese honorigen Staatsorgane nicht mit jenen Lumpen zu verwechseln, die oft eine Säule weiter stehen und versuchen, Sie mit „was schaust n so deppart?“ einzuschüchtern.
Das ist die Gegenspionage.
Egal, denn ich scheiß eh schon die längste Zeit auf Privatsphäre und rücke schon bevor ich genötigt werde mit meiner Postleitzahl an der Zielpunkt Kassa raus. Die kennen mich zwar längst schon, aber da ich der einzige Kunde bin, bei dem schon beim Betreten die Detektoren zu heulen beginnen, sind die Angestellten dort immer wieder aufs neue neugierig.
Die restlichen 10 der insgesamt 300 Seitenaufrufe kommen von meiner Mutter. Sie hat Mitleid mit mir.
Spreche ich sie darauf an, verleugnet sie kurzerhand meine Existenz und pfeift das Titelthema aus „Mission Impossible“, des im 5/4 geschriebenen Originals von Lalo Shifrin.
Das muss ein Zeichen gewesen sein, denn seit dem sitze ich ohne Verfahren in einer CIA Black Site in der Nähe des Stadtparks, das in Wahrheit das Fitnesscenter eines großen Ringstraßenhotels ist und warte auf den Aufguss.
Siehe „meine 1. wahre Geschichte“
Danke!

Freitag, 22. Mai 2015

wegen Todesfall geschlossen


Zu meinem Polterabend wollte mich mein Trauzeuge (will anonym bleiben, heißt aber Christoph) mit einem Besuch in einen Stripclub am Gürtel überraschen. An der Eingangstür klebte ein Zettel mit der Information: „wegen Todesfall geschlossen!“
Das hat mich an die Wiener Linien erinnert, die ja gerne wegen der Erkrankung eines Fahrgastes für Stunden den kompletten Betrieb einstellen, um den erkrankten Fahrgast von den Gleisen zu spachteln.
Angeblich zählt der U-Bahn Chauffeur ja zu jener gefährdeten Berufsgruppe, die besonders blöd macht. Diese Männer und Frauen, will man einer Studie glauben,  steigen in der Früh als Genies ein und am Abend als Idioten wieder aus. Dazwischen laufen sie Gefahr, dass ihnen ein Fahrgast für immer erkrankt.
Weitere Berufsgruppen, deren Vertreter laut jener Studie zur schleichenden Verblödung neigen, sind Piloten, Frachtschiffkapitäne, Fernfahrer und alle anderen, die den ganzen Tag durch Windschutzscheiben starren. Eine überraschende Ausnahme sind Taxifahrer. Die steigen schon als Idioten ein.
Zu den Berufen, die den Ausübenden offenbar intelligenter werden lassen, zählen Portiere, Kellner, Großküchenköche, Drogendealer und mongolische Pornostars.
Natürlich gibt es auch Berufe, die an den Betroffenen spurlos vorüber gehen, aber man merkt schon, woher der Wind weht.
Mein Trauzeuge, dem es damals viel mehr ein Anliegen war, sich selbst als mir eine Überraschung zu machen, ist Journalist bei einer großen österreichischen Tageszeitung.
Journalisten sind ein ulkiges Völckchen und unterhalten sich gerne in halblustigen Insiderfloskeln über sich selbst.
Die Studie führt sie unter belanglos.
Mein Trauzeuge ist eine Ausnahme. Der es ist ein Pechvogel und steht auf Titten.

BEIM BÄCKER


Ich bin immer ein wenig irritiert, wenn ich beim Ströck oder Mann (der verhöhnt) gefragt werde, ob ich denn schon die neuen Nussschnecken oder Vanillecroissants kennen würde.
„Ich kenn noch nicht mal die Alten“, antworte ich amüsiert und verärgert gleichzeitig, denn nichts verletzt meinen Stolz mehr, als wenn man mich als Dauerbäckereikunde behandelt, der stets nach der neuesten Ofenerrungenschaft aus ist und gierig in die Vitrinen starrt.
Ich will Brot.
Immer!
Bäckereien sind in meinen Augen an sich schon Unorte des neoeuropäischen Alltags. Da braucht es nicht noch eine neue Nussschnecke oben drauf.
„Und was ist daran neu?“, frage ich dann doch.
„Naja“, antwortet die Dame hinter der Vitrine, „die sind halt jetzt neu“.
Aha, denke ich.
„Und der ganze Rest?“, frage ich weiter und zeige über die Produkte.
Die Dame zuckt mit den Schultern und wendet sich ab.
Wo sie Recht hat, hat sie Recht.
Richtig schlimm wird es in der Josephs Bäckerei in der Naglergasse, wo die Menschen so verzweifelt überheblich anstehen, als würden sie statt einem 10 Euro Brotlaib im nächsten Moment, unter stehenden Ovationen und einigen Tränen den Ehren Oscar für ihr Lebenswerk überreicht bekommen.
„Ich bedanke mich bei meinen Kindern, die so tapfer hinter mir gestanden sind (stehen wirklich in der Schlange dahinter), bei meinem Mann, der mit unsrem treuen Hund Ralfi rauchend vor der Tür auf mich wartet. Ich bedanke mich bei meinen Eltern, die mich zum brav Schlange Stehen erzogen haben und bei meinem Bäcker, der mich jeden Tag aufs neue mit einem Brotlaib um 10 Euro bescheißt!“

Donnerstag, 21. Mai 2015

TEILEN TEILEN TEILEN


Ich hab mir das Leben von meinem Spiegelbild abgeschaut. Das ist in meinen Augen ein interessanter Gedanke, den ich ein andermal vertiefen werde, und der auf jeden Fall einen Menschen namens Anna S. beinhaltet.
Heute nämlich will ich mich der christlichen Idee des Teilens auf Facebook widmen.
Das Wort „Teilen“ birgt ja von sich aus schon eine Geste der selbstlosen Großzügigkeit, des im besten Fall horizontalen Gebens, auch wenn der gegebene Teil oft nur aus einer nichtssagenden Statusmeldung, wie einem Urlaubsfoto aus Kroatien samt „nach 12 Stunden Autofahrt endlich angekommen“ Kommentar besteht.
Ich stelle mir Jesus Christus vor, wie er statt Brot und Fisch, Statusmeldungen an die 5000 Menschen verteilt, die sich da um ihn versammelt haben.
Hallo an alle TierliebhaberInnen!
Wir haben seit zwei Wochen ungarische Zwerghamsterbabys, die in 2-3 Wochen abzugeben wären.
Die Eltern sind grau/weiß, die Kleinen dürften ihnen nachgeraten.
...“
Oder:
„in einer Beziehung mit Maria Magdalena“
Oder:
„Ich bin soooooo verzweifelt. Ich habe dummerweise mein Handy im Klo versenkt. Bin nur noch über FB erreichbar“
Dazu ein paar skandalösen Videos von klavierspielenden Wunderkindern aus Nordkorea, Ölteppichen vor Mexiko und einer geschlagenen, ausgehungerter Katze.
Zwölf Likes bekommt Jesus auf jeden Fall immer.

DER ZYNISMUS DER GLEICHZEITIGKEIT


Die Welt ist mir ein grausames Rätsel, weil einerseits Feinkostabteilung, andererseits Atombombe.
Keine Ahnung, wo man sich da hinwenden soll?
Einerseits Schlüsseldienst für 170 Euro um 4 Uhr früh, weil man den Wohnungsschlüssel am Damen WC  des Hotel Imperial betrunken und absichtlich versenkt hat, andererseits hunderttausend, sehr ernüchterte Syrer auf der Flucht.
Einerseits Krug Champagner Jahrgang 1996, andererseits Black Ops über dem Hindukusch.
Einerseits blöd zwischen Herrengasse und Stephansplatz beim Schwarzfahren erwischt, andererseits blöd beim Sightseeing zwischen Palmyra und Aricha von der IS erwischt.
Einerseits Fett weg, andererseits Nase ab.
Dem Elend und der Brutalität mit immer lächerlicherem Luxus entkommen,
HD-Enthauptungen mit der 3 Brille folgen, die Qualität auf beiden Seiten hochschrauben, ihr Tod, wir Austern am Naschmarkt. Ihr Gusch!, wir Uniqua Sonderklasse.
Hier Grüne Alternative, dort Boko Haram.
Hier großartig Blog-Schreiben, dort nicht so großartig am falschen Breitengrad geboren werden und den Blog nicht lesen können.
Höre ich jemanden eine schwangere Frau fragen, was es denn werde, denke ich automatisch „hoffentlich ein Kind!“
„Wir lassen uns überraschen!“, höre ich manchmal als Antwort.
Ja lassen wir uns einfach überraschen, schauen wir mal, was so passiert.
Es könnte regnen. Es könnte auch nicht regnen.
Die Wettervorhersagen sind ja nicht immer so genau.
Für alle Fälle nehme ich heute den Regenschirm mit und  werde zugeben, dass sich mein schlechtes Gewissen momentan auf das fehlende Klopapier bei mir zu Hause beschränkt.

meine 3. Wahre Geschichte

Ich bin ein ungeduldiger Zeitgenosse und sehe nicht ein, dass ich überhaupt auf irgendetwas warten muss. Stelle ich zum Beispiel den Geschirrspüler auf das Opportunisten Programm Stufe 3, warte ich schweißgebadet bis der Geschirrspüler seine erste Waschgeräusche von sich gibt. Ich könnte an die Decke gehen. Das Ding rührt sich eine halbe Minute nicht. Auf Taste 3 meines Handys ist der Installateur Herr Tibor gespeichert. Auf Taste 2 der Aufzugstechniker Herr Otis Redding.
Vor kurzem ist mir das sogar für Männer eher rare Kunststück gelungen, mich beim frisieren zu schneiden. Taste 1: Notarzt!
Um den Vorgang zu beschleunigen, lege ich im Stiegenhaus einen Brand (Taste 4: Feuerwehr!), breche gewaltsam in die gegenüberliegende Wohnung der Familie Durchhalter ein (Taste 8: Cobra!) und verlasse mein Zuhause über das Sprungtuch, da weder der Aufzug noch Herr  Redding rechtzeitig zur Stelle sind. Noch am Gehsteig werde ich mit einem flexiblen und wasserfesten Sporthansaplast notverarzten, von der  Cobra verhaftet, umgehend aber wieder freigelassen, da ich eine Monopoly „komme aus dem Gefängnis frei“ Karte zücke.
In 10 Tagen soll ich bitte zur Nachkontrolle kommen, sagt der Notarzt, der in Wahrheit ein einseitig gelähmter Zivildiener aus dem südlichen Burgenland ist.
"GENAU! Was Diktatoren über Jahre planen, erledige ich in einigen Stunden. Also kommt mir nicht mit 10 Tagen! Nachkontrolle JETZT! Ihr dicken Zivildiener", kreische ich und rolle mich seitwärts über den Asphalt Richtung Zielpunkt.
Aber an sich stell ich mir so das Leben vor, liebe Leute!
Ruck Zuck, hinein in den Tag und über die Straße. Taste 5: Ampeltechniker, nicht erreichbar! Taste 6, Unfallkommando. Taste 1, nochmal Notarzt plus Nachkontrolle JETZT!
„Jetzt“ ist überhaupt mein Lieblingswort.
„Dann“ nicht so.
Wörter, die ich schlicht gar nicht aushalte, sind „abperlen“ und „Hangar“

Mittwoch, 20. Mai 2015

ÖSTERREICHISCHE NACHRICHTEN AUS DEM AUSLAND, Teil 2


Abgelehnt Opposition Anfrage

Der Finanzrahmen für die Jahre bis 2019 entschieden. Die Schätzung für Finanzen Hans Jörg Schelling (ÖVP) wurde am Mittwochabend genehmigt durch den Nationalen Rat der SPÖ und ÖVP. Keine Mehrheit für Oppositionsbewegungen auf, mehr Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit hat, ein Nein zu den Baracken Schließungen und eine vollständige Wartung von Militärmusik.
Die einzige Änderung, die in Bezug auf das Original-Design gab, war der Rückstellung für das Parlament Umbau. Die Kosten wurden in den vier Jahren des Finanzrahmens der Folge mit insgesamt 296.000.000 € berücksichtigt. Im Jahr 2016 werden daher erhöht die Ausgabenobergrenzen von mehr als 46 Millionen Euro auf € 76540000000, im Jahr 2017 auf fast € 63.000.000 auf € 77510000000, im Jahr 2018 um gut EUR 75 Mio. bis 78 99 Milliarden Euro im Jahr 2019 auf fast 112 Millionen Euro auf € 80390000000.
Insgesamt wird ein strukturelles Defizit von 0,5 Prozent des BIP für das nächste Jahr, die zu einer "strukturellen Defizits Null" entsprechen würde geplant. In den Jahren 2017 bis 2019, ist das strukturelle Defizit um dann dezent fallen (bis zu 0,44 Prozent im Jahr 2019). Selbst die Maastricht-Defizit des Gesamtstaates reduziert wird, nach Finanzrahmen kontinuierlich: Im Jahr 2015 wird ein Defizit von 2,17 Prozent des BIP gesetzt, im Jahr 2019 die Abreise sollte 0,49 Prozent, Debt sollte weniger.
Seit Jahren das erste Mal in dem Fall sieht der Plan auch für die Schuldenquote: Während in diesem Jahr steigt immer noch auf 86,8 Prozent des BIP, die Schulden verringert sich dann im kommenden Jahr: 2016 sollte es auf 85,7 Prozent und bis zum Jahr 2019 sein, bis 79 sind 7 Prozent reduziert.
Die Opposition versucht, die Debatte nutzen, um unangenehme Themen zur Abstimmung für die Koalition zu bringen. Aber es gelang weder der Grünen, SPÖ und ÖVP erneut abstimmen, wenn es um Entwicklungszusammenarbeit geht, noch die Freiheitspartei, die um die Rettung von Militärmusik und Kaserne gewidmet ist. Stattdessen wird die Koalition brachte eine separate Anwendung, wie zum Beispiel das "Eintragen Entwicklung und rechtliche Einrichtung von einem Stufenplan, die Mittel für die Entwicklungszusammenarbeit, die internationale 0,7-Prozent-Ziel zu erreichen erhöhen" an den Außen- und den Finanzminister, eine Strategie für die, die Opposition gezupft Finanzrahmen. Vor der Abstimmung Finanz Schelling hatte seine Taten wieder verteidigt. Er gab zu, obwohl das Österreich einen Aufwand und keine Einnahmen Problem haben. Das Budget wird berechnet, sondern seriöse und halten jede Kritik stand. Die Opposition riss Fiskalpolitik, es fehlt vor allem Reformen.
FPÖ Abgeordnete Elmar Podgorschek zuvor öffnete die Tanzkritiker. Er zielte auf einmal, um die Steuerreform. Es war zu einer Umverteilung von einer Tasche zur anderen zu sein, schließlich zahlen die Steuerzahler sogar Reform. Die Lockerung des Bankgeheimnisses hatte Podgorschek im Visier. "George Orwells Visionen längst angekommen", die FPÖ-Abgeordneten. Auch Bewegungen, um die Militärkapelle zu retten und gegen Kasernen Verschlüsse brachte die FPÖ.
Glawischnig kritisiert Mangel an Gegenwertmittel.
Die Grünen-Sprecherin Eva Glawischnig geschreddert den Finanzrahmen 2016-2019 auch - wenn auch mit unterschiedlichen Schub. Sie kritisierten die ihrer Meinung nach zu geringe Ausgaben für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) und für die Flüchtlingshilfe. Sie appellierte an die Abgeordneten der regierenden Parteien, noch einmal, um den Finanzrahmen, um die EZ-Mittel zu erhöhen öffnen. Glawischnig kritisierte den angeblichen Mangel an alternativen Finanzierungs der Steuerreform.
"Der Finanzrahmen zeigt deutlich, Österreich hat absolut keinen Spielraum mehr", sagt Kathrin Nachbaur vom Team Stronach (TS). "Egal, wie Sie über das beschönigt, ist es mehr Geld ausgegeben als eingenommen." Die Reformfragen ungelöst allem wird das Loch in der Rentensystems zu erhöhen. Außerdem Nachbaur warnte die SPÖ-geführte Regierung. "Debt bringen uns in die Abhängigkeit der Finanzmärkte."
NEOS: Sie führen ein Vogelhäusl.
Der NEOS Stellvertreter Josef Schellhorn wieder ergreift das Wort für den Unternehmer. Das Steuerpaket war pessimistische Stimmung zu verbreiten, Geld ist verschwendet wird. Kritik übte er auch über den Vorschlag für eine sechste Urlaubswoche, die nicht die Binnenwirtschaft sicherlich wettbewerbsfähig machen würde. "Sie führen ein Vogelhäusl, aber kein Unternehmen", Schellhorn warf der Minister der Finanzen.
Schelling verteidigte seine Politik. "Außerdem würde ich es vorziehen, wenn die Wirtschaft wäre besser", sagte der Minister, aber wenn es eine ausgewogene Finanzrahmen waren. Er hatte es geschafft, Kosten zu dämpfen und - "wo es möglich ist" - zur gleichen Zeit, um offensive Maßnahmen zu ergreifen.
Schelling: Kommission hat auch nicht immer Recht.
Die Kritik an der Budget Dienst des Parlaments und der EU-Kommission wandte sich gegen Schelling zuversichtlich. "Wir haben ernsthaft gezählt", sagte er, das, was Sie auch zu demonstrieren. "Die Kommission hat auch nicht immer richtig." Wollte nicht auf Schelling sitzen beschuldigt Schellhorn, ÖVP und SPÖ konnte von den Provinzgouverneuren an der Nase durch die Reihen laufen. Das war genau das Gegenteil, so der Minister.
Schelling zuvor von seinem Koalitionspartner erhalten hatte. SPÖ Budget Sprecher Kai Januar Krainer hatte bekräftigt, dass die Regierung in Zukunftsbereiche investieren. Deshalb unterstützen wir "diese erfolgreiche Politik" bleibt.
Budget-Dienst sieht Risiken.
Wenn es um die Finanzrahmens kommt vor kurzem das Budget Dienst des Parlaments habe die Zahlen vom Finanzministerium bereitgestellt leise in einer Expertise in Zweifel gezogen. Das Budget-Service realisiert in der mittelfristigen Haushaltsplanung in einigen Bereichen "erhebliche Risiken". Hier, bewegt das Budget über Service zu Unsicherheiten bei der Zahlung der Steuerreform und über die Abhängigkeit der Finanzplanung vom Fortbestand der derzeitigen historisch niedrigen Zinsen.
Einer der unsicheren Punkten auf der Zeige des Haushalts-Service ist über das Asylsystem. Angesichts der wachsenden Zahl von Asylsuchenden entstehen könnten prognostiziert höhere Ausgaben als derzeit.

FÜR leighton woodward


 
Da du so unglaublich arm bist und ich so pervers reich, möchte ich dir, zwecks Neiderweiterung oder was weiß ich, einen ganz normalen Tag aus dem Leben eines Superreichen schildern:
Also!
Um kurz vor 12 Uhr Mittags werde ich vom Dalai Lama und Bar Refaeli
mit einem Kaviar und Champagner Frühstück sanft geweckt. Die Wiener Philharmoniker haben schon Platz genommen und spielen unter Zubin Mehta Haydens Jahreszeiten, während mir Papst Franziskus die Beichte abnimmt und zwei Shaolin Mönche durch die Halle schweben. Vor kurzem hat mir Damien Hirst demütig ein Geschenk gemacht und sich selbst ausgestopft und in Formalaldehyd eingelegt. Das Werk steht am Bettende, gleich neben den herumliegenden, von Chuck Norris barhändig abgeschlagenen Fresken der Sixtinischen Kaplle und dem Schweißtuch Jesus Christus. Ein Erbstück meines Ziehvaters Dan Brown.
Die Innenluft meines in schlichtem Weißgold und da dort dezent platzierten Blutdiamenten gehaltenen zu Hauses kommt von Tiroler Gletschern per Hand geliefert. Genauso das Wasser, die Milch, und bei Bedarf einige der prallsten, ledigen Bergbäuerinnen. Ich lehne immer ab. Selbstredend!
Ich bemerke, dass neben mir der komplette, weibliche Angestelltenstab des Babylon zufrieden und befriedigt schlummert.
Zwei hochrangige Offiziere des SAS müssen sie leider verscheuchen, da ich stets alleine frühstücke. Kurzerhand werden sie über Bord geworfen.
Ich lebe nämlich einsam aber glücklich in einem von Philippe Starck und Luke Skywalker entworfenen Zeppelin, das die Welthimmel befliegt. Der Luftraum wird von der israelischen Luftwaffe großflächig freigeräumt. Nur sibirische Seeadler und Erzengel sind in nächster Nähe zugelassen.
Nach dem Frühstück verlassen bitte alle den Raum. Ich brauche Ruhe, um alles auf den Perser zu kotzen, der täglich von Mahmud Ahmadinedschad  persönlich zur Reinigung und zurück getragen wird. Manchmal steinige ich den Herrscher ein bisschen. Da muss er kichern.
Weiter geht’s mit einem Besuch in jenem Fitnesscenter, in dem ich, wie schon erwähnt, seit Dezember 2014 gemeinsam mit dem Auftragsmörder Ivan Mitglied bin.
Selbstverständlich werden die Räumlichkeiten samt Hotel evakuiert. Durch einen unglücklichen Zufall saß ich vor einigen Wochen gemeinsam mit Mick Jagger im Dampfbad. Nach einer unmissverständlichen Geste meinerseits (ich gähnte) verließ er auf allen Vieren und splitternackt das Dampfbad, das Fitnesscenter und das Hotel. Er lebt seitdem in einem Zweimannzelt im Stadtpark und wartet auf Ivan. Er schämt sich sehr.
Nach dem Blutwechsel (man versorgt mich mit einem Gemisch aus Graf Draculas, Dorian Grays und Grace Kellys Blut) werde ich zurück auf mein Luftschiff gebeamt, und da mir mein eigenes Leben und diese Geschichte gerade langweilig werden und ich mitleidig an dich denken muss, wie du den ganzen Tag und leider auch die Nacht durch ausgeborgte Erdäpfel schälen musst, will ich abschließend nur noch eines sagen:
Reich sein macht pervers glücklich, arm sein nur pervers.

Dienstag, 19. Mai 2015

WEDER HELL NOCH DUNKEL, Teil 1


Bei Vollmond verwandle ich mich in ein zweischneidiges Pferd. Das nur nebenbei und vorab.
Ich liebe es nämlich, wenn die Welt und insbesondere der Mond mir Entscheidungen abnehmen, und komme hiermit wieder auf das Fitnesscenter zurück, das ich gestern schon erwähnt habe. Dort gibt es eine Dusche, die mit zwei nonchalant nur mit "Seife" beschrifteten Seifenboxen ausgestattet ist. Eine ist grün, die andere weiß. Keine Ahnung, was das alles bedeuten soll und jedes Mal, verunsichert, was da jetzt wie, mische ich die zwei Flüssigkeiten und warte, was passiert. Nichts.
Heute war die weiße Seifenbox leer.
Danke Welt!
Ich wünsche mir für jedes Produkt, das ich brauche, einen genau dafür zuständigen Supermarkt, denn bis heute -betrete ich gedankenverloren den DM oder den BIPA- komme ich mit 20 verschiedenen Zahnpasten wieder raus, die ich zu Hause auf meine Zahnbürste drücke und türme, in der Hoffnung, dass wenigstens ein Zahn sauber wird. Colgate, Blend a Dent, Perlweiß, Sensodyne, Pradontax et cetera, et cetera  und eine, dessen Namen ich nicht aussprechen kann, aber von amerikanischen Astronauten bevorzugt wird und in Wahrheit ein Nahrungsergänzungsmittel für Hamster und Supermodels ist. Ich Verbeuge mich vor der Produktvielfalt.
In Wahrheit zerbreche ich an ihr.
Deswegen liebe ich Extrawurst und chinesische Vorstadtlokale bei Stromausfall, in denen ich guten Gewissens mit zwei Würfeln und einem Geisterbeschwörungsset für Anfänger bestellen kann. Der Zufall will es und beschert mir meistens F7. Zwei Frühlingsrollen und irgendetwas, das mit „wun“ endet und ähnlich wie die Zahnpasta für Astronauten schmeckt. Irgendwie beruhigt mich das.
Ich liebe auch diese Imbissbuden, die neben Pizza auch Schnitzel, Sushi, Kebab, Nudeln, Burger, Zweistundenparkscheine und verschneite Riesenräder zum Schütteln verkaufen. Sicher ist sicher, denke ich und bestelle meistens das günstige Mittagskombinationsangebot aus einem Lachs Sashimi, ein paar Scheiben Lamm Kebab, drei Nudeln, alles fein frittiert in einem Hühner Cordon Bleu auf einer Pizza Quattro Stagioni serviert, um unglaubliche 3,90,-. Dazu gibt’s Cola, Raki oder Wechselgeld.
Ich liebe Best Of Irgendetwas CDs und den City Airport Train, der einem schon in Wien Mitte vermitteln will in Wirklichkeit schon in Buenos Aires oder Hong Kong zu sein. Dabei ist gleich gegenüber der Deichmann und der allseits beliebte OKAY Supermarkt für Reiseproviant und Alkoholiker.
Wenn ich mich bei Vollmond in das zweischneidige Pferd verwandle, galoppiere ich durch die Wiener Nacht auf der Suche nach dem goldenen Mittelweg Nummer 3, Tür 12.
Ich liebe diese Nächte.
Sie sind weder hell noch dunkel.