Heutiges Top One Erlebnis:
SONNENSTICH!
Ich halte ja nicht viel von
Dachlawinen oder Auffahrunfällen und ich frage mich, was es bedeutet morgens
aufzuwachen und neben mir liegt statt der Frau von gestern eine Notiz mit den
Worten: „War schön, dein Ralf!“, dazu eine Telefonnummer und die Skizze einer Zucchini.
Die Welt steckt voller Rätsel,
wobei ich eines, nämlich das Rätsel der Selbsterhaltung gelöst habe, seit dem
ich ehrenamtlich für mich selbst arbeite: Ich wasche und füttere mich, manchmal
gehe ich mit mir spazieren oder spiele mir auf der Blockflöte die Bundeshymne
vor.
Ich halte ja auch nicht viel von Beinbrüchen
oder Frühgeburten, auch wenn ich eingestehe: Besser früh als gar nicht.
Das Rätsel der Geburt ist
wahrscheinlich das Größte. Jemand sprach einmal von der Gebürtlichkeit als letztes
Gegengewicht zur Sterblichkeit, als Möglichkeit aus einem Vorraum in den Raum
zu treten und dann durch diesen Raum zu schreiten um zu sterben. Das nennt man
dann Leben, wo man dann diesen und jenen trifft, wie zum Beispiel gestern, als ein
Mann auf mich zukam, auf den vereisten Boden zeigte und sagte: „Achtung,
rutschige Gefahr!“. Man trifft aber auch andere. Fahrscheinkontrolleure und zu gedröhnte
israelische Touristen, die nach 3 jährigen Wehrpflicht ein kleines indisches
Dorf am Golf von Bengalen mit vollem Recht auseinander nehmen. Das war zu
Weihnachten 2001. Danach kamen der Euro, das Komatrinken und der Rettungsschirm.
Zumindest bei uns. Woanders regnet es vermutlich wirklich.
Ich halte nichts von Luftballonaufblasen
oder afrikanischen Langzeitdiktatoren, obwohl die Kombination im Rahmen einer
Kinderparty und einigen Scheinerschießungen wiederum nennenswert wäre.
Ich halte nichts von Schlüssellöchern
oder sogenannten Geschäftslokalen, in denen ich zum Preis von einem zwei
bekomme, ich halte nichts von Rechtsabbiegern
oder Umlaufbahnen, von Lichtschranken oder Strampelanzügen und am wenigsten halte ich von Sonnenstichen.
Heutiges Top Two Erlebnis:
ENDE