Ich bin einer der wenigen Menschen, die statt Kinder
Eltern bekommen. Mittlerweile sind es vier. Eine Elternschar sozusagen.
Das ist empfehlenswert und nicht unpraktisch, weil sie
meistens schon mit mäßiger bis hoher Schulbildung, einem Beruf, der sie hoffentlich
über Wasser hält und irgendeinem Namen, wie zum Beispiel Clarissa oder Bert auf
die Welt, also ungewollt daherkommen. Oft liegen Drogenprobleme weit hinter
ihnen oder gehen mich nichts an, da ich selbst genug zu tun habe, und der erste
Autounfall ist auch überlebt. Sie gehen ins Theater, spielen Golf, liegen in
Spitälern oder lassen sich sonst irgendwo gehen. Sie behelligen mich im
Allgemeinen wenig. An Sonntagen werden sie anlehnungsbedürftig und oft hat man
sie schneller wieder los, als gedacht. Wie gesagt: empfehlenswert!
Abgesehen von Eltern statt Kindern empfehle ich weder
noch.
Ich empfehle auch Dachlawinen statt Vulkanausbrüchen, kleinere
Flugzeugabstürze mit Folgen statt Weltuntergänge ohne, ich empfehle echte
Tränen statt immer die selben blöden Gesichter, denen ich in sogenannten
Cocktailbars im 1. Wiener Gemeindebezirk begegne. Sie haben alle Nasen!
Ich empfehle weites Land statt Arthur Schnitzler, Unendlichkeit
statt einem Arzttermin, ich empfehle Gott statt immer tot und „nächster Halt“
statt „Achtung Abschleppzone“.
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