Ich hab kein Interesse an Dachlawinen, was ich längst schon in meinem Profil bekannt gab. Zweitens bin ich männlich, in einer Beziehung und ein waschechter Mensch, ich schlafe beidhändig und habe die Sonne schon einmal Aufgehen gesehen. Unnötig, denn dieses Land ist kein heiliges Land.
Ich frage mich, ob man sich auf Raumschiff Enterprise die Schamhaare nicht per Laser- sondern Fasertherapie dauerhaft entfernen lässt? Ich denke da nur an Commander Spock und Lt. Nyota Uhura.
Auch bin ich kein Freund Thomas Manns und dem Tod an sich.
In Venedig gibt es noch kein MC-Swimm -In.
Tod durch Ertrinken in einem venezianischen Swimm-In.
In Thomas Manns Zauberberg sagt Klinikleiter Hofrat Behrens (danke an Wikipedia) zu seinen Patienten: „Ich wünsche gesegnete Nahrungsaufnahme“ oder so ähnlich. Da musste ich lachen. Danke an mich, denn sonst lache ich nur bei Woody Allen und bei „Tod durch Verhungern“ (danke an Karl Kraus).
Was nicht in meinem Profil steht, ist, dass ich weder Astronaut noch Krankenschwester bin. Das Phänomen Profil ist grundsätzlich ein Witz, da schreiben Hypertextfreunde unter dem Punkt Interessen: Freunde, Blade Runner (was soll das?), Bergsteigen, Musik ganz im Allgemeinen, Bruce Springsteen im Speziellen, Finacial Times, Ausgehen und Spaßhaben (besonders verdächtig), Pilgerreisen nach Maria Zell, Varanasi, oder Mekka, Sonne, Mond und Sternzeichen Krebs im Endstadium (leider!), Biologisches aller Art, Seifenschalen und Klobesen von Philipp Starck, Arbeiten (Streitfrage), Streitfragen (Arbeit), Hunde, Politik (auch nicht schlecht), Kochen und alles aufessen, was auf den Tisch kommt, und so weiter.
Ich habe die Angewohnheit, immer nur fast alles aufzuessen, was auf den Tisch kommt und auf folgender Argumentation beruht: warum nicht alles aufessen, was nicht auf den Tisch kommt, oder überhaupt und abgesehen vom Ort des Auftischens (ha!) alles aufessen? Ich habe auch die Angewohnheit, einen Container aufzustellen, auf dem am Eingang das Schild „Nichtraucherzone“ hängt, drinnen sagt einen Lautsprecherstimmer immer nur den Satz: „Bitte beachten Sie, dass das Nichtrauchen nur in den dafür vorgesehen Nichtraucherzonen gestattet ist“. Was jetzt?
Ich werde eine Wiese pachten und das Hinweisschild „bitte betreten“ davor setzten, ein Museum gründen: „bitte berühren!“, ein Schwimmbad: „bitte vom Beckenrand springen!“, Supermarkt: „wir müssen leider drinnen bleiben“, „nicht einordnen lassen“, „bitte nicht warten“, womit ich beim Thema „warten“ bin: die Wiener Linien bitten mich diesbezüglich ständig um mein Verständnis. Die Wiener Linien bitten meiner Meinung nach hauptsächlich um irgendeine Art der Vergebung, zum Beispiel, wenn ein sogenannter Fahrgast sozusagen erkrankt ist. Ich kenne diese Art der Erkrankung, denn einer meiner ehemaligen Schüler erzählte mir von seinem Vater, der an einer Krankheit litt, bei der man am Ende vor die U-Bahn springt.
Natürlich ist diese Geschichte nicht lustig, keine Erkrankung oder Geschichte ist lustig.
Na ja, nicht ganz.
Kennen Sie den Film c´est arrivé près de chez vous?
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