Zu meinem Polterabend wollte mich mein Trauzeuge (will
anonym bleiben, heißt aber Christoph) mit einem Besuch in einen Stripclub am
Gürtel überraschen. An der Eingangstür klebte ein Zettel mit der Information:
„wegen Todesfall geschlossen!“
Das hat mich an die Wiener Linien erinnert, die ja
gerne wegen der Erkrankung eines Fahrgastes für Stunden den kompletten Betrieb
einstellen, um den erkrankten Fahrgast von den Gleisen zu spachteln.
Angeblich zählt der U-Bahn Chauffeur ja zu jener
gefährdeten Berufsgruppe, die besonders blöd macht. Diese Männer und Frauen, will
man einer Studie glauben, steigen in der
Früh als Genies ein und am Abend als Idioten wieder aus. Dazwischen laufen sie
Gefahr, dass ihnen ein Fahrgast für immer erkrankt.
Weitere Berufsgruppen, deren Vertreter laut jener
Studie zur schleichenden Verblödung neigen, sind Piloten, Frachtschiffkapitäne,
Fernfahrer und alle anderen, die den ganzen Tag durch Windschutzscheiben
starren. Eine überraschende Ausnahme sind Taxifahrer. Die steigen schon als
Idioten ein.
Zu den Berufen, die den Ausübenden offenbar
intelligenter werden lassen, zählen Portiere, Kellner, Großküchenköche,
Drogendealer und mongolische Pornostars.
Natürlich gibt es auch Berufe, die an den Betroffenen
spurlos vorüber gehen, aber man merkt schon, woher der Wind weht.
Mein Trauzeuge, dem es damals viel mehr ein Anliegen war,
sich selbst als mir eine Überraschung zu machen, ist Journalist bei
einer großen österreichischen Tageszeitung.
Journalisten sind ein ulkiges Völckchen und
unterhalten sich gerne in halblustigen Insiderfloskeln über sich selbst.
Die Studie führt sie unter belanglos.
Mein Trauzeuge ist eine Ausnahme. Der es ist ein Pechvogel und steht auf
Titten.
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