Für „Qualitätssicherungszwecke“ tu ich beinahe alles.
Zum Beispiel stundenlang, ekstatisch um mein Handy
tanzen und warten bis am anderen Ende der Leitung jemand abhebt, der sowieso
schon genau weiß, wer ich bin, was ich will und wie man mir am besten ohnehin nicht
weiterhelfen kann.
Trotz Nachfrage und Insistieren hat dieser Jemand nämlich
weder einen Vorgesetzten, noch hat er Einfluss auf irgendetwas, denn die
wirklich wichtigen Entscheidungen übernimmt DAS SYSTEM, und das hat schon
veranlasst, meinen Internetanschluss für immer zu sperren und darüberhinaus den
Geschirrspüler auszubauen.
„Natürlich können Sie in unseren einzigen Shop im 43.
Wiener Gemeindebezirk gehen und dort die Rechnung bar bezahlen. Dann bleibt
ihnen immerhin der Geschirrspüler.“
Ich liebe das Wort „Qualitätssicherungszwecke“, und fällt
es, würde ich mich auf Anweisung und um meine Anschlüsse zu retten sogar
triumphierend die Reichsbrücke runterstürzen.
Ich würde nicht nur beinahe alles, ich würde alles tun, um die großen Internet- und Telefonanbieterfirmen
dabei zu unterstützen, für einen mir unbekannten Zweck, eine mir noch
unbekanntere Qualität zu sicher.
Ich bin mir sicher, dass Namen wie Heinrich Ausweich
oder Liselotte Dummstell, mit denen sich die Menschen am anderen Ende der
Leitung melden, schlicht erfunden sind, um zu verhindern, dass sie jenseits
telefonischen Sicherheitsabstands und zwecks emotionaler Qualitätssicherung
eingefangen und solange gefoltert werden, bis sie den Namen ihres Vorgesetzten preisgeben.
Der hieße dann Robert Weiterleit, würde sich höflich
für alle Unannehmlichkeiten entschuldigen und uns grußlos mit dem Servicecenter
verbinden.
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