Montag, 18. Mai 2015

meine 2. wahre Geschichte


Mein Stammlokal ist die Cristal Bar gleich gegenüber dem Babylon.
Sie wissen schon, das ist die Bar, in der man den Staatsvertrag versteckt hält.
Von hier aus, also der Cristal Bar, plane ich mein Begräbnis.
Und das Begräbnis anderer, weil ich finde, dass jeder sterben und nicht saumselig vergraben werden sollte.
Die kurze und unvollständige Liste der folgenden Personen, deren Begräbnis ich bis ins kleinste Detail und liebevoll geplant habe, ist willkürlich und nicht persönlich gemeint, aber wie gesagt, sterben sollte eben vernünftigerweise jeder.
1.    Der Mann, der für Red Bull aus einer Sony Satellitenschüssel gesprungen ist (Name entfallen): wird eingewickelt in „Zewa Soft vierlagig“ langsam in ein von „Milka Kühen“ flachgetrampeltes Grab unter den in Brisen schaukelnden „Doppelmmayr“ Gondeln des Pfänders eingelassen. Gäste sind „Ronald McDonald“ und Vladimir Putin.
2.    Der Mann, der wie Alfons Haider aussieht: ich sehe eine von Grace Kelly Imitatoren gesäumte Allee, an deren Ende die Sonne in Form eines von André Heller selbstgebastelten und bemalten Medizinballes niedergeht. Gäste sind Alfons Haider selbst, der Portier vom Theater an der Wien und dessen siamesische Zwillinge.
3.    Ich: da ich die goldene Regel missachtet habe, im Traum vor dem Aufprall aufzuwachen, wähle ich als Sarg einen hellbraunen A1 Aktenordner, der von sechs Mitarbeitern des Bezirksgericht Innere Stadt Richtung Zentralfriedhof getragen wird. Auf Höhe Schlachthausgasse (der Zug wandert stadtauswärts) kommt es zu einem Zwischenfall und der Akt verschwindet. Gäste sind mein alter Mathelehrer (händereibend) und einige meiner Eltern.
4.    Alfons Haider der Echte: der lässt sich nicht reinpfuschen. Selber Schuld, wenn keiner kommt.

PS: hier noch die Seitenaufrufe nach Land, absteigend:

Österreich
2635
Vereinigte Staaten
1042
Schweden
1018
Deutschland
348
Schweiz
97
Frankreich
82
Ukraine
51
Russland
34
Vereinigtes Königreich
29
Spanien
22

Wir werden alle sterben.
Doch bis dahin: viel Spaß

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen